Pressemeldung:

Auf das Jahr 2017 blickt das Borkener Amtsgericht zurück. Bei der Personalversammlung am Freitag, den 19. Januar 2018, gab der Direktor des Amtsgerichts Borken, Dr. Middeler, einen Überblick über die Entwicklung in den einzelnen Arbeitsfeldern des Amtsgerichts.

Die Statistik des Amtsgerichts Borken über die Geschäftszahlen des Jahres 2017 zeigt dabei überwiegend rückläufige Entwicklungen.

Die Strafsachen sind nach den kräftigen Zuwächsen in den Vorjahren erfreulicherweise wieder zurückgegangen, aber auch die Eingangszahlen in Zivilsachen sind aufgrund der seit 1993 unverändert bei 5000 Euro liegenden Streitwertgrenze für die amtsgerichtliche Zuständigkeit wiederum um 5 % zurückgegangen. Denn dadurch muss ein immer größerer Teil der Zivilklagen vor dem Landgericht erhoben werden.

Leicht angestiegen sind hingegen die Familiensachen. Unverändert viel Arbeit gab es 2017 auch in den Betreuungsverfahren.

Wie erwartet ist auch die Zahl der Verfahren, in denen das Amtsgericht Borken über die Anordnung von Abschiebehaft zu entscheiden hatte, nach den Zuwanderungen der Vorjahre deutlich gestiegen.

Die Zahlen geben indessen aber immer nur ein sehr oberflächliches Bild von der beim Amtsgericht zu leistenden Arbeit. Von jedem einzelnen Verfahren, das in der Statistik nur als Ziffer erscheint, sind Menschen in ganz unterschiedlicher Weise betroffen. Ihre Anliegen, Interessen und Bedürfnisse in der gesetzlich vorgeschriebenen Weise zu beachten, erfordert angesichts eines sich immer mehr verkomplizierenden Rechtssystems weiterhin viel Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtsgerichts.